Häufig gestellte Fragen zum (((eTicket

Die VDV-Kernapplikation ist der offene Daten- und Schnittstellen-Standard für elektronisches Fahrgeldmanagement im Öffentlichen Personenverkehr in Deutschland. Dieser Standard sorgt dafür, dass Fahrgäste ohne Bargeld Bus und Bahn fahren können. Sie benötigen jedoch ein Nutzermedium (z. B. Chipkarte oder Smartphone), auf dem die Fahrtberechtigung elektronisch hinterlegt ist. Die VDV-Kernapplikation kann jeden Tarif abbilden.

Der erste Schritt für die Teilnahme an (((eTicket Deutschland ist die Registrierung im ASM-Tool. Dort liegen die Verträge zu FULL (((eTicket, (((eTicket Ready und (((eTicket Barcode zum Download bereit. Mit der Unterzeichnung eines dieser Verträge ist das Verkehrsunternehmen oder der Verkehrsverbund Teilnehmer.

Sobald Sie im ASM-Tool angemeldet sind, ist der Download des Starter-Kits empfehlenswert. Dort werden alle weiteren Schritte im Detail und der richtigen Reihenfolge erläutert.

Das ASM-Tool stellt den ersten Schritt zur Teilnahme am (((eTicket Deutschland dar und ist die zentrale Datenbasis zur Verwaltung und Organisation des (((eTicket Deutschland und die einheitliche Kundenschnittstelle für alle am (((eTicket Deutschland interessierten und beteiligten Teilnehmer und Hersteller.

Es bietet den Zugang zu den Spezifikationen der VDV-Kernapplikation, den Produkten, die der VDV eTicket Service anbietet, sowie Unterstützung bei verschiedenen zentralen sicherheitsrelevanten Prozessen wie Bestellung von Komponenten des Sicherheitsmanagements (Schlüssel, SAMs, Kryptogramme) und Verwaltung von Ansprechpartnern.

Der (((eTicket Deutschland SharePoint ist die Projektkommunikationsplattform des (((eTicket Deutschland. Er erleichtert die Koordinierung der Aktivitäten und Projekte in der (((eTicket Deutschland-Community. Derzeit stehen folgende Themen im SharePoint zur Verfügung: Change Request Bearbeitung, Projekte, das (((eTicket Forum und das WIKI-Archiv.

Sämtliche Spezifikationen der VDV-Kernapplikation sind auf zwei Wegen abrufbar: Zum einen auf der Homepage, zum anderen über das ASM-Tool im Bereich Produkte.

CUm die Spezifikationen der VDV-Kernapplikation nutzen zu können, muss den Nutzungsbestimmungen zugestimmt werden. Diese sind vor dem Download der Spezifikationen hier auf der Homepage vorgeschaltet und auch im VDV-Servicepaket als PDF enthalten.

TDer VDV eTicket Service bietet ein umfassendes Programm an Seminaren an. In den jährlich stattfinden Veranstaltungen, von KA-Grundlagen über ein Projektseminar bis zu Schwerpunktseminaren und Anwenderschulungen, werden alle Gebiete der VDV-Kernapplikation abgedeckt und von Experten eingehend vorgestellt und erklärt.

Darüber hinaus stehen die Fachleute des VDV-ETS gerne für Fragen und Beratungen zur Verfügung.

CUm ein (((eTicket-Deutschland-System technisch betreiben zu können wird eine Ausgabe- und Kontrollinfrastruktur benötigt. Diese Umfasst natürlich die Nutzermedien (z. B. Chipkarten), Terminals zum auslesen / kontrollieren der Nutzermedien, Terminals zum Beschreiben der eTickets (zur Ticketausgabe), Kontrollgeräte und ein Hintergrundsystem.

Um die Interoperabilität und Funktionssicherheit auch in technischer Hinsicht sicherzustellen können alle Komponenten, die für ein (((eTicket-Deutschland-System relevant sind, durch das unabhängige Prüflabor der CTC advanced GmbH zertifiziert werden. In der Regel beauftragen die Hersteller der Komponenten diese Zertifizierung.

Unternehmen, die Komponenten, Systeme und Software für das (((eTicket Deutschland herstellen, können das Herstellerpaket beziehen. Dieses beinhaltet sämtliche nötigen Services des VDV-ETS, u. a. die Zuteilung einer OrgID, (((eTT, und die Nutzung der zentralen Systeme.

Die datenschutzrechtlichen Grundanforderungen für das elektronische Fahrgeldmanagement in Deutschland wurden mit den Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder entwickelt und abgestimmt. Es wurden insgesamt elf datenschutzrechtliche Anforderungen aufgestellt. Diese finden Sie im Teilnehmerbrief „Datenschutz“.

Je nachdem, in welchem Umfang ein Verkehrsunternehmen das (((eTicket Deutschland anbietet, können herkömmliche Zeit- und Zonenfahrkarten oder Routen- bzw. Nutzungsbasierte Tickets verkauft werden.

a) Vor der Fahrt: Auswahl eines bestimmten Tickets (eBezahlen / eTicket) Wenn der genaue Reiseverlauf und die erforderliche Preisstufe dem Kunden bekannt ist, kann das Ticket vor der Fahrt als klassischer Papierfahrschein (eBezahlen) oder in digitaler Form als (((eTicket mit dem Chip angeboten werden. Fahrpreis, Geltungsdauer und -raum stehen also von Beginn an fest.

b) Während der Fahrt: Flexible Ticketerfassung und Berechnung Weiß der Kunde vor Fahrtantritt nicht, welches Ticket er benötigt, oder er sich noch nicht festlegen möchte, wo seine Reise endet, gibt es die automatische Fahrpreisermittlung, die dem Prinzip einer Taxinutzung ähnelt: Der Fahrpreis ergibt sich erst am Zielort, also nachdem die ganze Route zurückgelegt ist. Dafür stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

• Bewusste Erfassung am Lesegerät (Check-in/Check-out)

Beim Einstieg in Bus oder Bahn, wird das (((eTicket Deutschland (etwa Chipkarte oder Mobiltelefon) vor ein Lesegerät an der Haltestelle oder direkt im Fahrzeug gehalten. Das Terminal signalisiert dabei, dass das Ticket erfasst ist. Beim Verlassen wird sich wieder abgemeldet. Das Hintergrundsystem berechnet, was die Fahrt kostet.

• Automatische Erfassung per Funk (Be-in/Be-out)

Bei dieser Variante, die sich noch in der Erprobungsphase befindet, wird (((eTicket Deutschland beim Ein- bzw. Aussteigen nicht vor ein Lesegerät halten. Stattdessen wird das Ticket per Funk über Sende-Lese-Vorrichtungen im Fahrzeug von selbst erfasst.

Das (((eTicket Deutschland kann auch auf Smartphones gespeichert werden, welche NFC-fähig sind. Der NFC-Chip ist autark vom Smartphone.

Neben dem klassischen Ticketing für die Nutzung des ÖPNV ist es möglich auch weitere ÖPNV-nahe Dienstleistungen mit dem (((eTicket Deutschland anzubieten. Zusätzliche Funktionen können z. B. sein: Car-Sharing, Rent-a-Bike oder Parkhausnutzung.

Es gibt zwei Hauptunterschiede zwischen einem eTicket als Barcode und einem eTicket auf einem Chip. Im Gegensatz zu einem gedruckten oder auf dem Handydisplay angezeigten Barcode ist ein eTicket auf einem Chip nicht kopierbar. Das Sicherheitslevel ist bedeutend höher.

Zudem sind die Kontrollzeiten bei einem Barcode-Ticket durch die Authentifizierung über ein Ausweisdokument erheblich länger, wohingegen sämtliche Informationen zur Berechtigung beim eTicket auf Chipkarte auf dem Chip abgespeichert sind.

Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit Änderungen an der VDV-Kernapplikation einzubringen. Dazu kann ein sogenannter Change Request gestellt werden, der in einem Fachgremium beraten und anschließend der Geschäftsführung und der Teilnehmerversammlung vorgelegt wird.

Bei Genehmigung durch die Teilnehmerversammlung, fließt die Änderung in das nächste Release ein.

Jeder Teilnehmer an (((eTicket Deutschland hat ein Stimmrecht in der Teilnehmerversammlung. Dort werden Änderungsvorschläge beraten und verabschiedet. Die Teilnehmerversammlung wird mindestens einmal im Jahr einberufen.